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Aus Dagmar Saval Wünsche

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Ralph Wünsche, Maler und Zeichner

9 Byte entfernt, 14:47, 27. Dez. 2018
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====''Vom Rot zum Grün stirbt alles Gelb'' (Guillaume Apollinaire)====
Dieses Zitat von Guillaume Apollinaire hat Ralph Wünsche wie ein Motto für sein werk Werk verstanden wissen wollen.
Dagmar Saval 
Einmal gab es auch einen Abend, an dem Ralph Wünsche seine Bilder ausstellte. Ich stand den ganzen Abend vor dem Porträt von Christine Ostermayer, das er eigentlich nicht aufhängen wollte. Erst als ich ihn eindringlich darum bat, tat er mir den Gefallen, und ich ersoff im Rausch dieses Gemäldes.
==== HELLA HELLA ROST, langjährige Freundin und Studienkollegin von Ralph Wünsche erinnert sich:====
 Ralph Wünsche – unvergessen – war Mittler und Vermittler de Künste insgesamt – bildende Kunst, Musik, Dichtung, Wort – dieses Miteinander prägte seine künstlerische Arbeit!
<div style='margin: 0px 0px 0px 23.8px; line-height: normal;'><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">In der besonderen Schublade eines Atelierschrankes sind dieAdresszettel und Taschenkalender aus vergangenen >Jahrzehnten verwahrt. Manche der notierten namen oder Verabredungen erinnern an prägnante Begegnungen auch an entscheidende Lebensbrüche – andere Notizen sind inhaltlich verweht.</span></div>
<div style="margin: 0px 0px 0px 23.8px; line-height: normal;"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">In der besonderen Schublade eines Atelierschrankes sind dieAdresszettel und Taschenkalender aus vergangenen >Jahrzehnten verwahrt. Manche der notierten namen oder Verabredungen erinnern an prägnante Begegnungen auch an entscheidende Lebensbrüche – andere Notizen sind inhaltlich verweht.</span></div><div style="margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Während der Grund- und Oberschuljahre galt ich in meinem Jahrgang beim Zeichnen- und Kunstunterreichoffenbar als bester Schüler, der fortwährend Tagbuchgeschichten mit Zeichnungen herstellte, Wettbewerbe gewann oder Wandzeitungen gestaltete, der sich über Jahre mit der besten Note in Kunst gelobt und bestätigt fühlte. Meine Schulzeit beendete ich nach 12 Jahren mit dem Abitur , der heutige Begriff „Gymnasium“ exisitierte 1954 für uns nicht. Dieser betraf damals den „unfreien und ausgebeuteten Westen“ Deutschlands, denn wir in Rostock und damit in der DDR gehörten zum „freien und fortschrittlichen“ Teil der Welt, fest verbunden mit der Sowjetunion. Die Mehrzahl von uns Schülern und Lehrern war natürlich nicht blind in der Alltäglichkeit zwischen Schein und Sein.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Nach den permanenten Verweigerungen eines Studienplatzes für Grafik, Illustration oder angewandte Kunst und nach langem Zögern wollte ich mich im Sommer 1956 nach den Chancen für einen Studienplatz an der HfBK in Berlin-Charlottenburg erkundigen, die sich bekanntlich im realen West-Berlin befand.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Schon in den ersten Momenten meiner vorsichtigen Fragen dort im Büro der HfBK wurde ich unterbrochen. Die Mitarbeiterin holte einen Studenten herbei, der vordem schon die DDR verlassen hatte und der sich in den Regularien und diesen speziellen Risiken auskannte.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Der Student Ralph Wünsche,vor dem in Dresden, wurde mir vorgestellt und er erklärte mir, wie er mir helfen könne, um das Risiko einer vorstellbaren Fluchtverhinderung durch DDR-Grenzorgane gering zu halten. In meinem Taschenkalender von 1956 befindet sich die damalige Anschrift von Ralph Wünsche: Berlin-Wilmersdorf,süd-West-Korso45/IV, bei Semigkeit(?), nicht mehr deutlich erkennbar. Dorthin sollte ich eine Auswahlmappe meiner Bewerbung für die Zulassungsprüfung persönlich bringen. Er bekam auch meine Adresse in Rostock, dorthin wollte Ralph Wünsche dann eine Postkarte schicken mit allgemeinen Grüßen und einer beiläufigen Anmerkung, daß ich an den Geburtstag eines fiktiven Onkel Erich am so und so vielten denken solle. Das Datum wäre dann das positive Signal, daß ich zur Aufnahmeprüfung zugelassen sei und dann zum Beginn der Prüfung erwartet würde.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Diese Postkarte kam mit dem fiktiven Geburtagsdatum versehen: 8. Oktober 1956.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Ich organisierte meinen eventuellen Grenzwechsel, von dem zunächst nur meine Eltern und meine Freundin wußten. Die viertägige Aufnahmeprüfung gelang, ich blieb sogleich in West-Berlin und konnte endlich Student sein.</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Für diese entscheidende Hilfe bei dieser Weichenstellung zum weiteren beruflichen Lebensweg bin ich Ralph Wünsche außerordentlich dankbar</span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Jürgen Pieplow<span style="margin: 0px;">  </span></span></div> <div style='"margin: 0px 0px 0px 23.8px;'"><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 12pt; font-weight: normal;">Wedel ,24.10. 2013</span><span lang="DE" style="margin: 0px; color: windowtext; font-weight: normal;"><span style="font-family: verdana;"> <span style="margin: 0px;"> </span></span></span></div>